Organspende u. Religion - UNIQ-Æternus Dokumentationsseite

Suchen
Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Hinter den Fassaden > ☛ Organspende - NEIN
Buddhismus und Organspende (NEIN)
Der Buddhismus betrachtet den menschlichen Körper als unzertrennbare Einheit aus Körper und Seele. Diese Einheit wird durch den Todesprozess aufgehoben. Gemäß dem buddhistischen Glauben dauert der Todesprozess allerdings länger als äußerlich sichtbar. Das Leben endet nach Ansicht der Buddhisten nicht mit dem Aussetzen des Herzschlages und schon gar nicht nach dem Hirntod! Vor allem die tibetisch-buddhistischen Anhänger stehen deshalb der Organspende kritisch bis eher ablehnend gegenüber.

Der Tod als prozesshafter Vorgang steht im Widerspruch zu einem festgestellten Todeszeitpunkt bei der Hirntoddiagnostik.
Dennoch ist Lebendspende und postmortale Spende von Organen erlaubt (aber nicht unbedingt angeraten). Denn zu den Grundsätzen des Buddhismus und zu den Voraussetzungen zur Erlangung des Nirwana gehören Mitgefühl, Geben, Teilen und Solidarität. Betont wird dabei, dass der Mensch sich nicht mit seinem Körper identifizieren und sich nicht an ihn klammern soll. Doch das Thema ist im Buddhismus sehr umstritten.

Shintoismus und Organenspende (strikt NEIN)
Der Shintoismus und sein zentraler Wert, die Reinheit, prägen die ethische Identität der Japaner. Organentnahmen bei Verstorbenen werden strikt abgelehnt, da sie als Schändung des Leichnams gelten. Nur ein unversehrter Leichnam ermöglicht die Wiedergeburt der Seele!

Darüber hinaus glauben die Japaner, würde die Zustimmung zur Organentnahme der Familie Unglück bringen. Obwohl ein toter Körper Inbegriff der Unreinheit ist und schnell "entsorgt" werden muss, wird der Geist des Toten durch die Ahnenverehrung vergöttlicht. Bezweifelt wird außerdem, dass der Hirntod der tatsächliche Tod des Menschen sei, da nur der Ausfall der Gehirnfunktionen gemessen werde.

Organspende und Judentum (NEIN)
Hier kommt es drauf an, ob es sich um liberale oder orthodoxe Juden handelt.
Symbol JudentumIm jüdischen Glauben gibt es kein einheitliches Meinungsbild zur Organ- und Gewebespende. Ein Mensch gilt nach der jüdischen Gesetzesauslegung, der Halacha, erst als tot, wenn sein Herz nicht mehr schlägt. Der Hirntod ist entsprechend der Halacha nicht dem Tod des Menschen gleichzusetzen. Für orthodoxe Juden lässt diese Auffassung eine Organentnahme bei Hirntoten entsprechend dem Transplantationsgesetz nicht zu.

Sie berufen sich ebenso auf ein Grundprinzip der jüdischen Religion, wonach der menschliche Körper eigentlich Gott gehört und nur als Leihgabe angesehen werden darf. Nach einer Organentnahme kann der Körper nicht mehr unversehrt beerdigt werden.

Für viele liberale Juden ist es wichtiger, ein menschliches Leben zu retten als die Unversehrtheit des Körpers sicherzustellen. Sie stehen einer Organspende grundsätzlich positiv gegenüber. Auch das oberste Rabbinat Israels hat Ende der 80er Jahre ein positives Zeichen gesetzt, in dem das Hirntodkonzept offiziell anerkannt wurde.

Einigkeit herrscht bei der Übertragung von Substanzen, die sich selbst regenerieren wie Blut, Haut oder Knochenmark.
Derartige Transplantationen von lebenden Menschen werden befürwortet, da die Gesundheit des Spenders bzw. der Spenderin nicht gefährdet ist. Auch die Übertragung einer Augenhornhaut ist in der Regel möglich, da die Entnahme und Übertragung stattfindet, wenn das Herz der spendenden Person aufgehört hat zu schlagen. Die Lebendspende einer Niere ist nach Meinung zahlreicher Autoritäten ebenfalls vertretbar, wenn die Transplantation lebensnotwendig ist und die Gefahren für den Spender bzw. die Spenderin als gering einzustufen sind.
(Quellen: Die aktuelle Biomedizin aus Sicht des Judentums, Dr. Y. Nordmann, Rav. M. Birnbaum, in Bioethik und Wissenschaftskommunikation, Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin Berlin-Buch, 2002; Organspende und Transplantation und ihre Rezension in der Ethik der abrahamitischen Religionen, T. Holznienkemper, Lit Verlag Münster, 2005)

Organspende UNIQ-Æternus (NEIN)
UNIQ-Æternus rät mit Begründung dringend davon ab, nach seinem festgestellten Gehirntod Organe, Körperteile oder Zellen zu spenden. Da der Todesprozess nicht einmal annähernd abgeschlossen ist, kann es zu groben Störungen im Ablöseprozess der verschiedenen Bewusstseinsschichten kommen. Doch jeder muss letztendlich für ich selbst entscheiden!
 
Letzte Änderung der Webseite:
Copyright 2015. All rights reserved.
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü