Nach dem Tod aktiveren sich Gene - UNIQ-Æternus Dokumentationsseite

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Wissenschaft d. Geistes
Einige Gene erwachen erst ein bis zwei Tage nach dem Tod und bleiben einige Zeit im toten Körper aktiv
Diese Gene werden erst nach dem wirklichen Tod aktiv. Das heißt, dass sie noch nicht aktiv sind wenn nur der Hirntod festgestellt wurde. Das zeigt wieder, dass der Tod prozessartig von statten geht.
Erst seit Juni 2016 ist dieses Phänomen der Fachwelt bekannt.

Wann sind wir wirklich tot, nachdem wir gestorben sind?
Diese auf den ersten Blick vielleicht absurd klingende Frage bekommt durch neue Erkenntnisse von Genetikern eine unerwartete Bedeutung: Entdeckten die Wissenschaftler doch, dass bestimmte Gene nicht nur den Todeszeitpunkt viele Stunden aktiv überdauern, sondern sogar erst Tage später erneut aktiv werden. Wie das Team um Peter Noble von der University of Washington vorab auf „bioRxiv“ (Link) berichtet, ging man zuvor
noch davon aus, dass allgemein auch Gene schon kurz nach dem Todeszeitpunkt ihre Aktivität einstellen. Stattdessen entdeckten die Forscher mit ihrer neuen Methode zur Messung der Genaktivität nun, dass Hunderte von Genen während der ersten 24 bis 48 Stunden nach dem wirklichen Tod ihre Aktivität sogar nochmals erhöhen, um erst danach endgültig zu verstummen. Bei den Tierversuchen, neben Nagetieren wurden auch Zebrafischen auf ihre Genaktivität untersucht. Bemerkenswert: Bei den Zebrafischen hielt die Gen-Aktivität sogar bis zu vier Tage lange an.

„Viele dieser postmortem-aktiven Gene sind beispielsweise in Notfällen von Vorteil, wenn sie etwa Funktionen wie Entzündungen antreiben, das Immunsystem aktivieren oder Stress entgegenwirken“, berichten die Forscher. „Die Aktivitäten anderer Gene waren hingen für uns eine Überraschung“, erläutert Noble. „So zeigte sich, dass einige Gene erst nach dem Tod aktiviert wurden. Zu diesen Genen gehören vor allem Gene, die normalerweise dabei helfen, den Embryo zu formen, die aber nach der Geburt nicht mehr benötigt werden.“
Eine mögliche Erklärung für dieses postmortale Wiedererwachen dieser Gene sehen die Wissenschaftler im Zustand einiger Zellen in kürzlich verstorbenen Körpern, die denen in Embryonen gleichen. Einige Gene werden also wahrscheinlich deshalb wieder aktiviert, weil andere Gene, die diese Aktivität normalerweise (wie im Fall der embryonalen Entwicklung) unterdrücken sollen, abschalten.
Die Krebshäufigkeit  steigt bei Organempfängern (was sicher viele nicht gewusst haben)
Das Forscherteam hat auch gleichzeitig bei ihren Untersuchungen einige postmortale Gene identifiziert, die Krebs beschleunigen. Diese Beobachtung könnte erklären, warum einige Patienten, die Organe von kürzlich Verstorbenen (bzw. Hirntoten) Menschen erhalten haben, ein höheres Krebsrisiko aufweisen (!!!).
Die Forscher: "Diese neuen Forschungsergebnisse könnten sicher dabei helfen, zu erklären, was im Innern der Organe passiert, wenn ein Mensch stirbt und somit für Transplantationen von Organen von Bedeutung sind – etwa wenn es darum geht, die Qualität von Spenderorganen einzuschätzen".

In einem ebenfalls via „bioRxiv“ (Link) veröffentlichten Begleitartikel erläutern Noble und Kollegen, wie sie mit ihrer neuen Methode zur Messung der Genaktivität auch eine neue Methode zur akkuraten Bestimmung des exakten Todeszeitpunkts gefunden haben wollen. Während die bisherige Methoden oft ungenau, weil indirekt sind und sich oft auf Faktoren berufen, die nicht in einem direkten Zusammenhang mit dem verstorbenen Körper stehen, liefert die neue Methode anhand genauer Beobachtungen nun konkrete biologisch-genetische Bezüge zu den letzten Lebensaktivitäten.

Dazu muss man auch wissen: Molekularbiologen haben bereits früher festgestellt, dass einige Gene noch Stunden über den Tod hinaus aktiv bleiben, was also in eine ähnlich verblüffende Richtung posthumer »Lebensaktivität« steuert. Menschen, die an Herzattacken, multiplen Traumata oder Ersticken starben, wiesen noch zwölf Stunden nach dem festgestellten Tod eine deutliche Aktivität solcher Gene auf, die für die Kontraktion des Herzmuskels und für die Wundheilung zuständig sind, man sieht auch bei den Kirlianmessungen an Toten das noch sehr viel energetische Aktivitäten im "toten Organismus" ablaufen.

Zugleich liefert die jetzige Entdeckung der Forscher sicherlich auch neuen Zündstoff in der Diskussion um die Frage, ab wann ein Mensch wirklich tot ist. Und nicht nur wir von UNIQ-Æternus sind sicher in unserer Meinung bekräftigt, der Tod ist ein länger andauernder Prozess (länger als manche es wahrhaben wollen). Und der diagnotizierte Hirntod zeigt nicht wirklich das an, was die "Transplantations-Industrie" inklusive der daran beteiligten Ärtzte uns glaubhaft machen wollen. Die heutige Wissenschaft weiß im Grunde genommen nur wenig über den Tod, wenig über den Sterbeprozess und seine Begleitumstände und noch weniger über unser Bewusstsein, unseren Geist.

Es entstehen neue Fragen zum Todeszeitpunkt und genau um ihn wird es in Zukunft wieder verstärkt gehen müssen. Ist dies wirklich der Moment, an dem die Hirnfunktionen zum Erliegen kommen, der Herzschlag endet und die Atmung stoppt? Die Diskussion um den wahren Todeszeitpunkt spielt gerade heute eine wesentliche Rolle. Sie muss auch im Mittelpunkt stehen, sobald es um Organtransplantationen geht. Für tot erklärt zu werden, ist heute leichter als zu jeder anderen Zeit der menschlichen Geschichte. Die Standards sind (aus Organmangel) so sehr gesenkt worden, dass Ihr Herz noch schlagen kann, Ihr Gehirn noch Hirnwellen aussenden kann und ihre Gene noch höchst aktiv sind und dennoch, der Arzt Sie als Ex-Person erklärt(!).

Quellen: Zwei Beiträge von bioRxiv u.a.
Bildquellen ©: Symbolbilder Fotolia


Liegt unser Bewusstsein wirklich im Gehirn, ist unser Bewusstsein ein Produkt des Gehirns?
 
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